Nahwärmenetz Malsch

Auf dem Weg zu „zeozweifrei“

Ausbau des Nahwärmenetzes in Malsch geht gut voran  Die Gemeinde Malsch hat mit einer innovativen und klugen Investition ein neues und noch effizienteres Nahwärmenetz als schon bisher. Die Heizzentrale, technisches Herzstück der innovativen Wärmeversorgung, wird mit dem neuen Heizkessel für die Zukunft gerüstet.
Die Holzhackschnitzelheizung mit dem daran angeschlossenen Wärmenetz versorgt bereits seit 1997 das Bürgerhaus und weitere umliegende kommunale Gebäude zuverlässig mit Wärme. Mit der Inbetriebnahme des neuen Heizkessels im Oktober 2020 geht zum einen eine Erweiterung des Wärmenetzes um 200 Meter und mehrere neue Gebäudeanschlüsse einher.
Die große technische Innovation besteht zum anderen aber vor allem in der Nutzung der Wärme des benachbarten Bühnsees als Sonnenkollektor. Damit ist das Projekt in Malsch ein landesweites Vorzeigeprojekt für die intelligente Nutzung von Erneuerbaren Energien vor Ort. Deshalb fördert das Umweltministerium Baden-Württemberg dieses Modellvorhaben in Malsch im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz mit System“ mit 760.000 Euro. Das ist nahezu die Hälfte der gesamten Investitionskosten. Zuvor erhielt die Gemeinde schon für die Konzepterstellung und den Sanierungsmanager einen KfW-Zuschuss in Höhe von 150.000 Euro.
Fast ein Viertel des gesamten Wärmebedarfs für das angeschlossene Quartier werden dann allein durch die Wärme des Bühnsees erzeugt, der eigens hierfür mit einem Wärmetausch-System mit Absorbermatten, einer Wärmepumpe und Photovoltaikmodulen auf dem Dach des Bürgerhauses ausgestattet wurde.
Bedenken, die durch den Wärmeentzug um circa 1 Grad Celsius sinkende Temperatur könnte dem Biotop Bühnsee schaden, sind nach Ansicht der Umwelt- und EnergieAgentur des Landkreis Karlsruhe unbegründet. Im Gegenteil, zusammen mit einer Belüftungsanlage werden zukünftig die Sauerstoffsättigung verbessert und das Algenwachstum vermindert, so dass ein beachtlicher Teil des Aufwands für die Algenbekämpfung entfallen wird.Neben der Wärme aus dem Bühnsee kommen im Wärmenetz ein BHKW (Blockheizkraftwerk), ein neuer Holzhackschnitzelkessel sowie Gaskessel zur Abdeckung der Spitzenlasten an besonders kalten Tagen zum Einsatz. Damit erreicht Malsch für das Quartier eine CO2-Einsparung von mehr als 90%.
Für das Projekt Nahwärmeversorgung Bühnsee ist das noch nicht das Ende: Bis September 2021 wird in einem 3. Bauabschnitt das Wärmenetz noch weiter ausgebaut und damit weitere Gebäude an die klimaneutrale Versorgungsanlage angeschlossen werden. 

 

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