Vom Molekül bis zum Bauwerk

29. Malscher Wirtschaftsgespräche zum Thema "Prävention im Bauwesen"

Prof. Andreas Gerdes vom KIT

Eine nachhaltige Infrastruktur in der Gemeinde Malsch – wie kann man das erreichen? Dies erklärte am Montagabend Professor Andreas Gerdes bei den 29. Malscher Wirtschaftsgesprächen in der Mensa der Hans-Thoma-Gemeinschaftsschule. Dabei stellte er den Zuhörern den KIT Innovation Hub „Prävention im Bauwesen“ vor, in dem die Gemeinde Malsch als einzige Modellkommune weltweit fungiert.

Die zeitlichen Phasen, in denen Straßen, Brücken oder Gebäude bereits wieder Sanierungsbedarf aufweisen, werden immer kürzer. Diese Problematik unterstrich Bürgermeister Elmar Himmel zu Beginn der Veranstaltung.
Der Innovation Hub des KIT entwickelt Strategien für eine dauerhafte Infrastruktur bzw. Präventionen im Bauwesen, die dann auf Kommunen übertragen werden sollen. Als Vorbild für nachhaltiges Bauen führte Gerdes die Baukultur der Römer an. Deren Baustoffe waren mit Zusatzstoffen wie Öl oder Tierblut versehen, die den Mörtel beständiger machten. „Unser Ziel ist, diese römische Dauerhaftigkeit nach Malsch zu holen“, so der Professor.

Die strategischen Ansätze beginnen bereits schon bei der Herstellung und der Qualität des Produkts, der Qualitätskontrollen oder den Anforderungswünschen der Bauherren. Ein mögliches Steuerungsinstrument für eine Nachhaltigkeit im Bauwesen sind die Ausschreibungen. „Man kann hier schärfer definieren, welche Qualität man haben möchte“, erklärte der Bauchemiker. Eventuelle Kostensteigerungen bezifferte er auf ein bis zwei Prozent. „Qualität muss nicht immer teuer sein!“

Daher ist es kein Zufall, dass die Malscher Wirtschaftsgespräche in der neugebauten Mensa der Hans-Thoma-Schule stattfand. Im Sommer beginnt hier eine umfangreiche Altbausanierung, wie Schulrektor Trudbert Wipfler erläuterte. Gemeinsam mit der Gemeinde Malsch, der Bauleitung und dem KIT werden bei dem zweiten Bauabschnitt die strategischen Ansätze zu einer nachhaltigen Infrastruktur angewendet.

Neben der Sanierung der Hans-Thoma-Gemeinschaftsschule ist auch der Ausbau des Hochwasserschutzes ein weiteres Projekt, das eine enge Zusammenarbeit mit dem KIT Innovation Hub vorsieht. Mehr zum Projekt „Prävention im Bauwesen“ finden Sie in den Zeitungsbericht „Projekt „Prävention im Bauwesen“ des Karlsruher Instituts für Technologie soll Lebenszyklus von Straßen und Bauwerken verlängern“ (1000,2 KB), der am 7. Januar 2016 im Badischen Tagblatt erschienen ist. 

 

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