Historische Kommission

zur Aufarbeitung der Vorwürfe gegen Anton Böhe

Stand August 2021:
Die Historische Kommission zur Aufarbeitung der Vorwürfe gegen Anton Böhe hat in den beiden Arbeitsbereichen „Aktenrecherche“ und „Betroffenenberichte“, die in der Gemeinderatssitzung vom 29. Juni 2021 benannt worden waren, ihre Arbeit  aufgenommen.
Für die Betroffenen wurden sowohl über die Briefpost als auch über Mail Kontaktwege zur Kommission eingerichtet und bekannt gemacht, bei denen die Vertraulichkeit gewährleistet ist. Vor allem die Möglichkeit, die Kommission unter kommission-ab@malsch.de zu erreichen, wurde und wird genutzt. Auf diese Weise können auch Gespräche vereinbart werden. Die ersten Gespräche haben bereits stattgefunden.
Gleichzeitig wurden Archivrecherchen aufgenommen. Im Generallandesarchiv Karlsruhe wurden Akten zum Schulwesen in Malsch ermittelt. Da hier generell Persönlichkeitsrechte zu beachten sind, wurde die Nutzung unter den in solchen Fällen üblichen Auflagen gestattet. Ein Teil der Akten konnte bereits eingesehen werden. Vom Erzbischöflichen Archiv in Freiburg wurden im August ebenfalls Unterlagen herausgesucht und vorbereitet; diese werden ferienbedingt ab der zweiten Septemberhälfte eingesehen. Danach wird es eine erste Informationsrunde über den aktuellen Stand von Seiten der Kommission in Richtung Bürgermeister und Gemeinderat geben.
Bürgermeister Markus Bechler zeigte sich erfreut, das die Angebote der Kommission angenommen wurden: „Ich bin froh, dass nun die ersten Schritte einer seriösen Aufarbeitung angegangen sind. Hier gilt Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Mir ist bewusst, dass das Thema polarisiert, doch klar ist auch, dass Emotionen bei Aufarbeitung eher hinderlich sind.“ Nach dem Termin mit der Kommission, so Bechler, würde er die Bürgerinnen und Bürger über die erfolgten Arbeitsschritte informieren.

Stand Mai 2021:

Erklärung der Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats und des Bürgermeisters der Gemeinde Malsch über den weiteren Weg zur Aufklärung und Aufarbeitung der Vorwürfe gegen den Malscher Ehrenbürger Pfarrer Anton Böhe

1. Bisherige Schritte
Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung stellen sich uneingeschränkt der Verantwortung bei der Aufklärung und Aufarbeitung der Vorwürfe gegen den Ehrenbürger Pfarrer Anton Böhe. Nach Eingang der schriftlichen Vorwürfe im Oktober letzten Jahres wurde nach Rücksprache mit den Fraktionsvorsitzenden Anfang November im Gemeindearchiv Malsch ebenso recherchiert wie nach einem Gespräch mit Herrn Pfarrer Warneck im Archiv des Erzbistums Freiburg. Es wurden zwischenzeitlich auch das Kreisarchiv des Landkreises Karlsruhe, das staatliche Schulamt und das Landesarchiv Baden-Württemberg um Mithilfe bei der Suche nach einschlägigen Akten gebeten. Zudem wurde ebenso zugleich der Leiter der Rechtsaufsicht des Landratsamtes Karlsruhe, Herr Schöffler, über die Sachlage informiert und um rechtliche Beratung gebeten.
2. Einsetzung einer Historischen Kommission
Die bisher vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass es für die Aufklärung zum einem einer intensiveren, ausgeweiterten Aktenrecherche bedarf und zum anderen es ermöglicht werden muss, dass die Menschen ihre Erlebnisse und Erfahrungen in diesen Prozess der Aufarbeitung einbringen können.Daher wurde in den beiden letzten Ältestenrats-Sitzungen verabredet, eine Kommission zur Aufklärung der Sachverhalte einzusetzen. Deren Ergebnisse sollen als Grundlage für weitere Entscheidungen des Gemeinderats herangezogen werden. Mit der Leitung soll der Malscher Bürger Herr Dr. Clemens Rehm beauftragt werden, der aufgrund seiner Tätigkeit als Historiker und Leiter der Grundsatzabteilung des Landesarchivs Baden-Württemberg die notwendige fachliche Expertise einbringen kann. Er war im Zuge seiner Arbeit auch mit der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in anderen gesellschaftlichen Bereichen betraut.Gemeinderat, Bürgermeister und Gemeindeverwaltung möchten damit eine vertrauenswürdige Form der Aufarbeitung anbieten und bitten alle an diesem Prozess Beteiligten, sich hier einzubringen. Es wird dabei eine breite zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit angestrebt, bei der Raum für Gespräche geboten werden soll.
3. Beschlusslage
Der zur Einsetzung dieser Kommission noch notwendige formelle Gemeinderatsbeschluss, kann aus formalen Gründen erst in der nächsten Gemeinderatssitzung am 29. Juni 2021 erfolgen. Wichtig ist den Fraktionsvorsitzenden und dem Bürgermeister zu betonen, dass sich Gemeinderat und Gemeindeverwaltung um eine sachlich orientierte, ernsthafte und ehrliche Aufarbeitung zur Aufklärung der Vorwürfe durch und gemeinsam mit dieser Kommission bemühen. Dies wird aber seine Zeit bedürfen. Bürgermeister Elmar Himmel und die Fraktionsvorsitzenden Markus Bechler, Thomas Kastner, Karlheinz Bechler und Veronika Wehr-Schwander
 
Verkündet in der Gemeinderatssitzung am 18.05.2021
 

 

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