Neuer Malscher Historischer Bote handelt von Widerstand und Verfolgung

Offizielle Buchübergabe am 14.12.2017 im Rathaus Malsch

„Die stillen Helden von Malsch“, so der Untertitel des neuen Boten, der das Thema Widerstand und Verfolgung im Dritten Reich und insbesondere in Malsch näher beleuchtet. Am Donnerstag, 14.12.2017 war nun die offizielle Buchübergabe im Rathaus Malsch.

Die Nazidiktatur, die von 1933 bis 1945 dauerte, war eine Zeit der Willkür, Gewalt und Machtmissbrauch gegenüber Personen, Gruppen, Gesellschaften oder Religionen. Es gab nicht viele Menschen in der damaligen Zeit, die im Alltag die Zivilcourage aufbrachten, sich dem System des Dritten Reiches zu widersetzen. Ihre Motivationen dazu waren unterschiedlicher Natur. Kritik oder Widerstand am NS-Regime oder am Führer begegnete der NS-Staat mit unerbittlicher Härte. Und dennoch gab es sie – Männer als auch Frauen, die trotz der Repressionen für ihre Überzeugungen und Wertvorstellungen eintraten.

So auch in Malsch. Zehn Jahre lang recherchierte Josef Bechler in den Archiven und sprach mit den letzten Zeitzeugen. Mit der vierten Ausgabe des Malscher Historischen Boten ist eine komplette Aufarbeitung der Ortsgeschichte während der NS-Zeit gelungen. „Alle vier Boten sind eine Anklage gegen Krieg, Vertreibung und jede Form von Diktatur. Die Boten sollen aufzeigen, dass es sich lohnt für unsere heutige Wertvorstellungen einzutreten“, so Bechler.
Im Boten wird ausführlich auf die Behinderung des kirchlichen Lebens in Malscheingegangen. Aus dem christlichen Umfeld sind acht Malscher Bürger festgehalten, die durch ihren „Widerstand“ inhaftiert wurden oder andere größere Schwierigkeiten bekamen.

Ein weiteres intensives Thema sind die NS-Euthanasieopfer. In Malsch gab es sechs Personen, die der Euthanasie zum Opfer fielen. Im Boten wird ihre Geschichte behandelt. Auch der Umgang mit den Kriegsgefangenen-Arbeitskommandos oder den Zwangsarbeitern ist ein Bestandteil der Dokumentation.

Bürgermeister Elmar sprach davon, dass der Bote ein wichtiges Werk ist, um den Menschen im Ort einen Namen und Gesicht zu geben. Dies sah auch Michael Huber, Vorstand der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe. „Durch die Dokumentation werden die Malscher Bürger für ihre eigene Geschichte sensibilisiert“.

Mit 3.000 Euro unterstützte die Kulturstiftung die Finanzierung der Druckkosten. Auch die drei Vorangegangenen Boten „Die Kriegsjahre in und Kriegsende in Malsch“, „Flüchtlinge – Heimatvertriebene – Neuburger: Malsch in den Nachkriegsjahren“ sowie „Jüdisches Leben in Malsch“ wurden von der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe mit jeweils 3.000 Euro gefördert.

Hier geht es zur Leseprobe (432,2 KB).

Der 4. Malscher Historische Bote mit dem Titel
„Widerstand und Verfolgung 1933-1945“ Die stillen Helden von Malsch
kann ab dem 15. Dezember 2017 Malsch erworben werden.

 

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