Weitere Informationen zum Kindergarten "Am Festplatz"

Grundlage unserer Bildungsarbeit

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Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten stellt die Grundlage für unsere Bildungsarbeit dar. Er betont die Kinderperspektive und geht von den Motivationen der Kinder aus. Sinne; Körper; Sprache; Denken; Gefühl & Mitgefühl; Sinn, Werte & Religion heißen die sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder, die für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder leitend sind.
Wir wollen in unserer täglichen Arbeit die Bildungsprozesse der Kinder ab dem ersten Kindergartentag individuell und sensibel begleiten. Wichtig ist uns, das Interesse der Kinder zu wecken und sie durch Könnenserfahrungen „stark zu machen“. Im Rahmen unserer teiloffenen Arbeit bieten wir den Kindern eine ganzheitliche, entwicklungsangemesse und projektorientierte Förderung.

Anregende Umgebung & Projektarbeit

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Unser pädagogisches Handeln zeigt sich zum einen in der Gestaltung einer anregenden Umgebung mit Anreizen zu selbsttätigem Spiel, zum anderen im Arrangement von Bildungsangeboten. Gemeinsam mit den Kindern werden aus konkreten Anlässen Projekte entwickelt und geplant, in denen die Neigungen und Interessen der Kinder zum Ausdruck kommen. Neben den Aktivitäten in den Stammgruppen gibt es auch gruppenübergreifende Bildungsangebote. Dazu gehören beispielsweise das Waldprojekt, die Lernwerkstatt und die Singtreffen. Für Kinder mit Migrationshintergrund sowie für Kinder mit Bedarf an ergänzender Sprachförderung bieten wir zweimal pro Woche Sprachförderung nach HSL-Richtlinien an.

Beobachtung & Dokumentation

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Beobachtungen gehören zu unseren wichtigsten Werkzeugen, um Kinder wirksam in ihren Bildungsprozessen zu unterstützen. In der täglichen Praxis greifen wir auf unterschiedliche Beobachtungsverfahren zurück. Im Team haben wir verschiedene Instrumente (z. B. Eingewöhnungstagebuch, Ravensburger Bogen zur Entwicklungsbeobachtung, Sismik, Seldak, gezielte Beobachtungen nach Infans, NoKi) ausgewählt und in einem Leitfaden für Beobachtung und Dokumentation zusammengetragen.
Mit der verbindlichen Einführung des Orientierungsplans wird die schriftliche Dokumentation der individuellen Entwicklungs- und Bildungsprozesse für jedes einzelne Kind verpflichtend. Mit jedem Kind legen wir einen „Kinderordner“ an, in dem Bilder, Zeichnungen, Fotos und andere Werke zusammengetragen werden. Folgende Bereiche sind uns dabei wichtig: Das bin ich; Meine Familie und meine Freunde; Das mache ich gerne bzw. Das kann ich schon; Besondere Ereignisse in der Kindergartenzeit und Fotogeschichten.

Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern zum Wohle der Kinder ist eine Voraussetzung unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit. Neben einem intensiven Aufnahmegespräch, der Verdeutlichung des Eingewöhnungskonzeptes, Tür- und Angelgesprächen, Elternveranstaltungen usw. findet mindestens einmal jährlich ein Elterngespräch statt. Das Gespräch dient dem Austausch von Entwicklungsprozessen und betont die Entwicklungsfortschritte seit dem letzten Gespräch.

„Man sollte Kinder lehren,
ohne Netz auf einem Seil zu tanzen,
bei Nacht unter freiem Himmel zu schlafen,
in einem Kahn auf das offene Meer hinaus zu rudern.
Man sollte sie lehren, sich Luftschlösser zu träumen,
nirgendwo sonst als im Leben zuhause zu sein
und in sich selbst Geborgenheit zu finden.“
Hans-Herbert Dreiste